Software

SW-Experte: Convert to b/w Pro

Das Photoshop-Plug-in zur Schwarz-Weiß-Umwandlung bietet zahlreiche Ansatzpunkte für eine optimalere Konvertierung.

Convert to b/w Pro aus der Imaging Factory vereint all das unter seiner Oberfläche, was Schwarzweißfotografen schon immer in Photoshop und Co. vermisst haben. Der Dialog bietet vier Grundfunktionen:  Zunächst hat man Gelegenheit, das automatisch in Graustufen umgesetzte Farbbild  nachträglich mit einer farbigen Vorsatzlinse zu filtern. Zur Wahl stehen die Klassiker wie Rot, Orange, Gelb und Grün, aber auch 356 weitere per Farbton-Schieber definierbare Farbtöne, die sich per Intensitätsregler weiter einstellen lassen. Der zweite Bereich betrifft die Farbwiedergabe. Neben einer linearen Umrechnung und der Standardabstimmung von Photoshop gibt es hier die klassischen Schwarzweißadaptionen von analogen Filmen wie Kodaks T-MAX oder dem FP4 von Ilford. Wer es vorzieht, sich die Umsetzung selber einzustellen, findet dazu sieben Schieberegler. Bereich 3 enthält Werkzeuge zur Tonwiedergabe, also die typischen Ansatzpunkte bei der Bildbearbeitung in der analogen Dunkelkammer: Negativ-Entwicklung, Belichtung und Papiergradation. Im vierten Abschnitt geht es um die Einfärbung des Bildes. Hier kann man das Bild entweder mit vordefinierten Einstellungen blau beziehungsweise gelb tonen oder selbst per Farbwähler eine Farbe festlegen, sowie Auftragsintensität und Auftragsart steuern.

Auch wenn Convert to b/w Pro rund 100 Dollar kostet, für Freunde des Schwarzweißbildes ist es sein Geld wert. Einziges Manko des für Schwarzweißfoto-Einsteiger recht erklärungsbedürftigen Plug-ins: Der Support des Herstellers erfolgt nur in englischer Sprache. Wer Interesse an der Software hat, sollte sie bald herunterladen, da dieses und andere interessante Plug-ins des Anbieters nicht weiterentwickelt werden und die Webseite vom Netz genommen werden soll.

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Christoph Künne

Christoph Künne ist Mitbegründer, Chefredakteur und Verleger der DOCMA. Der studierte Kulturwissenschaftler fotografiert leidenschaftlich gerne Porträts und arbeitet seit 1991 mit Photoshop.

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