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Adobe kauft Macromedia

Der von beiden Boards abgesegneten Vereinbarung zufolge sollen die Macromedia-Aktionäre 0,69 Adobe-Aktien für jede Macromedia-Aktie erhalten, die Übernahme im Rahmen eines steuerfreien Aktientausches abgewickelt werden. Basierend auf den Schlusskursen vom Freitag ergibt sich ein Preis von 41,86 US-Dollar pro Macromedia-Aktie, insgesamt rund 3,4 Milliarden US-Dollar. Nach Abschluss der Transaktion werden die Macromedia-Aktionäre rund 18 Prozent an Adobe halten.

Adobe-Chef Bruce Chizen wird auch nach der Übernahme von Macromedia Chief Executive Officer von Adobe bleiben, Shantanu Narayen Präsident des Unternehmens. Stephen Elop, bisher Präsident und CEO von Macromedia, soll künftig bei Adobe die Rolle eines Präsidenten für weltweite Angelegenheiten übernehmen.

Derzeit arbeite man an Integrationsplänen, um die kulturellen Ähnlichkeiten und Stärken der beiden Unternehmen zu vereinen. Weitere Details zur Übernahme wollen die beiden später bekannt geben. Zwar erwarte man auch Möglichkeiten zur Einsparung von Kosten, in erster Linie gehe es bei der Übernahme aber darum, weiteres Wachstum zu ermöglichen, so Adobe-Chef Chizen.

Laut Hintergrundinformationen der c't sollen die Marken von Adobe und Macromedia erhalten bleiben. Informationen über die Zukunft der Flaggschiffe, Adobes Creative Suite und Macromedias Studio MX, blieben Chizen und Elop vorerst schuldig. In der Vergangenheit pflegte Adobe übernommene Konkurrenzprodukte wie zum Beispiel den Pagemaker und den Framemaker, beides DTP-Programme, noch einige Jahre weiter, um sie dann zugunsten einer eigenen Lösung, in diesem Fall InDesign, einschlafen zu lassen. Branchenkenner vermuten, das eine oder andere Macromedia-Produkt könnte ein ähnliches Schicksal erleiden.

Auf die Frage, wie die Konzernführung den kartellrechtlich bedenklichen Konflikt zwischen den Vektorgrafikprogrammen Illustrator und Freehand, einst Erzfeinde, lösen wolle, antwortete Chizen: Da sehen wir kein Problem. Es gibt schließlich eine Menge weiterer Konkurrenten wie das deutsche Produkt KIllustrator. Dass dieses gar nicht mehr weiterentwickelt wird, erwähnte er nicht.

Von der Fusion versprechen sich Adobe und Macromedia vor allem im Nicht-PC-Bereich, etwa bei Set-Top-Boxen und im mobilen Sektor, gute Chancen. Narayan wies auf eine mögliche Verzahnung der Echtzeitfunktionen von Macromedias Web-Konferenzsystem Breeze mit PDF hin.

Tatsächlich haben die beiden Hersteller zwar viel gemeinsam, doch unterscheiden sich die konkreten Ausrichtungen durchaus. Bei der professionellen Bildbearbeitung (Photoshop) und im Video-Authoring-Sektor (Premiere, After Effects, Encore DVD) hat Adobe klar die Nase vorn. Dafür punktet Macromedia bei Mobilgeräten und im Web-Authoring-Markt. Mit Flash und PDF (Portable Document Format) haben beide Hersteller etablierte Formate im Rennen: Macromedias Vektoranimationsformat Flash beherrscht mittlerweile auch Videofunktionen und findet auf Smartphones wachsende Verbreitung. Adobes PDF ist dagegen nicht mehr aus dem Web, geschweige denn aus dem Print-Sektor wegzudenken.

Mit GoLive und LiveMotion kämpfte Adobe vergeblich gegen Dreamweaver und Flash an, Macromedia konnte hingegen im umsatzträchtigen Grafik-Sektor nie so recht Fuß fassen, trotz des ambitionierten Fireworks. Bisher versuchten beide Hersteller stets, einander mit neuen Features Anwender streitig zu machen — ganz im Sinne der Konkurrenz, die das Geschäft belebt. Nun ist ein großer Konkurrent aus dem Weg geräumt.

Der von beiden Boards abgesegneten Vereinbarung zufolge sollen die Macromedia-Aktionäre 0,69 Adobe-Aktien für jede Macromedia-Aktie erhalten, die Übernahme im Rahmen eines steuerfreien Aktientausches abgewickelt werden. Basierend auf den Schlusskursen vom Freitag ergibt sich ein Preis von 41,86 US-Dollar pro Macromedia-Aktie, insgesamt rund 3,4 Milliarden US-Dollar. Nach Abschluss der Transaktion werden die Macromedia-Aktionäre rund 18 Prozent an Adobe halten.

Adobe-Chef Bruce Chizen wird auch nach der Übernahme von Macromedia Chief Executive Officer von Adobe bleiben, Shantanu Narayen Präsident des Unternehmens. Stephen Elop, bisher Präsident und CEO von Macromedia, soll künftig bei Adobe die Rolle eines Präsidenten für weltweite Angelegenheiten übernehmen.

Derzeit arbeite man an Integrationsplänen, um die kulturellen Ähnlichkeiten und Stärken der beiden Unternehmen zu vereinen. Weitere Details zur Übernahme wollen die beiden später bekannt geben. Zwar erwarte man auch Möglichkeiten zur Einsparung von Kosten, in erster Linie gehe es bei der Übernahme aber darum, weiteres Wachstum zu ermöglichen, so Adobe-Chef Chizen.

Laut Hintergrundinformationen der c't sollen die Marken von Adobe und Macromedia erhalten bleiben. Informationen über die Zukunft der Flaggschiffe, Adobes Creative Suite und Macromedias Studio MX, blieben Chizen und Elop vorerst schuldig. In der Vergangenheit pflegte Adobe übernommene Konkurrenzprodukte wie zum Beispiel den Pagemaker und den Framemaker, beides DTP-Programme, noch einige Jahre weiter, um sie dann zugunsten einer eigenen Lösung, in diesem Fall InDesign, einschlafen zu lassen. Branchenkenner vermuten, das eine oder andere Macromedia-Produkt könnte ein ähnliches Schicksal erleiden.

Auf die Frage, wie die Konzernführung den kartellrechtlich bedenklichen Konflikt zwischen den Vektorgrafikprogrammen Illustrator und Freehand, einst Erzfeinde, lösen wolle, antwortete Chizen: Da sehen wir kein Problem. Es gibt schließlich eine Menge weiterer Konkurrenten wie das deutsche Produkt KIllustrator. Dass dieses gar nicht mehr weiterentwickelt wird, erwähnte er nicht.

Von der Fusion versprechen sich Adobe und Macromedia vor allem im Nicht-PC-Bereich, etwa bei Set-Top-Boxen und im mobilen Sektor, gute Chancen. Narayan wies auf eine mögliche Verzahnung der Echtzeitfunktionen von Macromedias Web-Konferenzsystem Breeze mit PDF hin.

Tatsächlich haben die beiden Hersteller zwar viel gemeinsam, doch unterscheiden sich die konkreten Ausrichtungen durchaus. Bei der professionellen Bildbearbeitung (Photoshop) und im Video-Authoring-Sektor (Premiere, After Effects, Encore DVD) hat Adobe klar die Nase vorn. Dafür punktet Macromedia bei Mobilgeräten und im Web-Authoring-Markt. Mit Flash und PDF (Portable Document Format) haben beide Hersteller etablierte Formate im Rennen: Macromedias Vektoranimationsformat Flash beherrscht mittlerweile auch Videofunktionen und findet auf Smartphones wachsende Verbreitung. Adobes PDF ist dagegen nicht mehr aus dem Web, geschweige denn aus dem Print-Sektor wegzudenken.

Mit GoLive und LiveMotion kämpfte Adobe vergeblich gegen Dreamweaver und Flash an, Macromedia konnte hingegen im umsatzträchtigen Grafik-Sektor nie so recht Fuß fassen, trotz des ambitionierten Fireworks. Bisher versuchten beide Hersteller stets, einander mit neuen Features Anwender streitig zu machen — ganz im Sinne der Konkurrenz, die das Geschäft belebt. Nun ist ein großer Konkurrent aus dem Weg geräumt.

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