RSS

(Rep) Neu gesehen

Mit dem Projekt Re-Vision begibt sich Rüdiger Schestag auf eine ästhetische Spurensuche in die Vergangenheit der Bilddarstellung.

Den Anstoß zu diesem Projekt, das bereits im St. Petersburger Zentrum für Fotografie als große Ausstellung zu sehen war, gab eine ­Kiste mit Reisebildern, die Rüdiger Schestag bei einer Haushaltsauflösung in die Hände fiel.
Genauer gesagt handelte es sich um eine bunte Mischung aus Dias, die auf den Reisen eines Hobbyfotografen in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstanden waren. Um seine eigenen Bilder für die damals nach einer Reise in bestimmten Kreisen obligatorische Diaschau aufzuwerten, hatte der Mann ? zu dieser Zeit ebenfalls eine gängige Praxis ? vor Ort professionelle Aufnahmen dazu gekauft. Besonders diese Kaufdias mit dem ihnen eigenen Charme brachten Schestag zum Nachdenken über den technisch im Grunde recht subtilen im Ergebnis aber doch sehr klar erkennbaren Wandel in der Bildwahrnehmung der vergangenen Jahrzehnte. Da er bei seiner künstlerischen Arbeit zu Langzeitprojekten neigt, wie den in DOCMA 09 vorgestellten Wallpaper-Bildern, fand er bald weitere Ansätze zum Spiel mit ästhetischen Bildelementen vergangener Epochen. Allerdings ist dieses Konzept formal weit weniger streng und inhaltlich deutlich ironischer als die ­Tapetenserie. (ck)

Mehr Infos und Bilder fínden Sie unter
www.ruediger-schestag.com 


Die einzelnen Themen das Projekts und die besten Tipps des Künstlers finden Sie in DOCMA 26.


Mitdiskutieren