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Porträt als QR-Code gestalten

Porträt: Porträt als QR-Code

Wie ein Porträt als QR-Code gestaltet werden kann

Mit folgender Frage wandte sich DOCMA-Leser Wolf Bartsch an mich: Lieber Doc Baumann, da ich im IT-Bereich tätig bin, hatte ich neulich die Idee, auf meine Visitenkarte und als Icon in den sozialen Medien mein Gesicht als QR-Code zu gestalten. Wie ein solcher aussieht, weiß ich zwar – aber es will mir nicht gelingen, zu einem Ergebnis zu kommen, das auch nur annäherungsweise so aussieht wie ein wirkliches Code-Feld. Haben Sie eine Idee, wie sich das verwirklichen ließe? Mit freundlichem Gruß, Wolf Bartsch

Zunächst habe ich mich bei Wikipedia informiert, wie ein solcher „Quick Response“-Code aufgebaut ist. Es gibt verschiedene Standards und „Auflösungen“. Allzu exakt muss man sich hier ja nicht an diese Normen halten – es geht vielmehr darum, ein visuell glaubwürdiges Ergebnis zu erzielen. Wichtig ist die Übernahme der vier quadratischen Markierungen als Wiedererkennungsmerkmale. Das Hauptproblem beim Porträt als QR-Code ist, dass nach einer Umwandlung leicht große Flächen entstehen, die schwarz oder weiß sind, ohne dazwischen gestreute Pixel. Das sieht dann nicht nach QR-Code aus. Aber auch dafür gibt es eine Lösung.

portraet_als_qr_1-3: Porträt als QR-Code01 Ausgangsfoto  Wählen Sie als Ausgangsbild ein Foto ohne harte Schlagschatten und ­nutzen Sie das quadratische Format möglichst voll aus. Wegen der geringen Auflösung des ­fertigen Bildes haben Sie keine Fläche zu „verschenken“.

02 Raster · Mosaikeffekt-Filter  Unter Photoshops »Voreinstellungen > Raster« wählen Sie »Rasterlinie alle 20 Pixel« (a). Blenden Sie das Raster ein, es hilft bei späteren, exakten Retuschen. Wenden Sie »Filter > Ver­grö­be­rungs­fil­ter > Mosaik­effekt« mit ebenfalls 20 Pixel an (b).

03 Drei Einstellungsebenen  Weisen Sie dem Bild drei Einstel­lungs­ebe­nen zu: »Tonwertkor­rek­tur«, »Schwarz-weiß« und »Schwellenwert«. Die Parameter sind bei jedem Bild anders. Experimentieren Sie mit allen dreien, bis Sie zu einem guten Ergebnis gelangen (siehe auch Bild 5 a).

portraet_als_qr_4-5: Porträt als QR-Code04 Verstreute Pixel erzeugen  Die großflächige Schwarzweiß-­Aufteilung des Bildes erinnert nicht an einen QR- Code. Um verstreute, abdunkelnde und aufhellende Pixel zu erzeugen, wenden Sie den Filter »Rau­schen hin­zufügen« mit einem hohen Wert auf eine neue, graue Ebene an, die den Modus ­»Mul­ti­pli­zieren« hat (a), ­danach abermals den ­»Mosa­ikeffekt« mit 20 Pixeln (b). Fügen Sie eine »Tonwertkorrektur«- (c) sowie eine »Schwel­­len­wert«-Einstellungsebene (d) hinzu.

05 Aufhellende Ebene  Duplizieren Sie die Ebene samt ihren beiden Einstellungsebenen, setzen Sie sie auf »Ne­ga­tiv Multiplizieren« und ändern Sie die Parameter ein wenig. So werden diesmal weiße Pixel in die Flächen gestreut.

 


Porträt als QR-Code gestalten: Mehr Lösungen zu Leserfragen finden Sie in Doc Baumanns Sprechstunde in der neuen DOCMA 73 (Ausgabe 6/2016).


 

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