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Das „Photoshop-Rätsel“-Rätsel

Die DOCMA-Redaktion rätselt über verschwundene Leserzuschriften zum Rätsel aus Heft 34.

In der neuen DOCMA-Ausgabe 35 habe ich auf Seite 118 bedauernd und verwundert darauf hingewiesen, dass zu dem Photoshop-Rätsel mit dem pixeligen Kreis aus Heft 34 seltsamerweise keine einzige Einsendung eingetroffen ist. Und nun kriege ich lauter Mails und Anrufe, man habe eine solche doch abgeschickt.

Was soll ich sagen? Ich stehe vor einem Rätsel. Die Adresse war nicht gestört, denn unter redaktion@docma.info sind zahlreiche andere Mails – nicht das Rätsel betreffend – bei uns eingegangen. Und erstaunlicherweise kam in den ganzen zwei Monaten seit Erscheinen von DOCMA 34 keine einzige Mail-Losung zu diesem Rätsel an (aber eben zahllose andere Mails unter derselben Adresse). Und die Richtigstellungen und Nachfragen dazu sind jetzt ja auch korrekt eingetroffen.
Die Vermutung eines Einsenders, seine Mail sei vielleicht im Spam gelandet, ist auch eher unwahrscheinlich: Das, was durchkommt, schaue ich vor dem Löschen des Spam-Ordners vorsichtshalber immer noch mal an. Und falls es schon der Provider fälschlich rausgenommen haben sollte: Warum hat es dann zuvor immer problemlos geklappt und klappt bei den aktuellen Mails auch wieder – nur bei Heft 34 nicht?

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Anwendung des "Staub-und-Kratzer"-Filters die militärische Sicherheit unseres Landes oder der Nato bedroht und deswegen irgendwelche Geheimdienste die Mails aus dem Web gefischt haben.

Ein Leser wies noch darauf hin, dass wegen des GIF-Formats ja auch der Schritt der RGB-Umwandlung mitgezählt werden müsste (nach dem man erst Filter anwenden kann) ? der wurde natürlich nicht mitgerechnet; wir haben die Datei so verwendet, wie sie der Leser, der das Rätsel vorgeschlagen hatte, sie uns geschickt hatte. Er hatte das so begründet: "Ich musste sie im Gif-Format speichern, weil ein Graustufen-JPG leider – selbst bei maximaler Qualität – zu Unschärfe führt." Das konnten wir zwar nicht nachvollziehen, wollten aber auf der sicheren Seite sein.

Es ist ein großes Rätsel. Eben ein Rätsel-Rätsel. (Einer der wenigen Fälle, in dem die Beschreibung "rätselhaftes Rätsel" keine Tautologie wäre.) Einer der Anrufer fragte leicht verärgert, ob ihm nicht nun doch der Preis zustände. Leider nein. Der Rechtsweg ist zum einen bei uns ohnehin ausgeschlossen, und geht man davon aus, dass es ähnlich viele Einsendungen gegeben hat wie sonst und alle richtig waren, hatte jeder zwar eine gute Chance, als Gewinner ausgelost zu werden – aber eben doch nur eine im Prozent-Bereich und keine Sicherheit. Also nicht unnötig ärgern – wir ärgern und schon genug über diese seltsame Panne!

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