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Na schön – Mythos Schönheit

Dem Mythos Schönheit geht Gerda Ridler auf den Grund. Die Frage nach der Schönheit, vor allem jene nach der Schönsten, kann erfahrungsgemäß Ärger nach sich ziehen: Das war bei Schneewittchens böser Stiefmutter so, und schon lange zuvor, als Paris urteilen sollte, welcher der drei Göttinnen Athena, Aphrodite und Hera dieses Attribut zukommt. Da zwei ausscheiden mussten, war der Konflikt absehbar.

Das Paris-Urteil gibt die Struktur dieses Buches vor: Athena steht für das Wissen um die Schönheit, Aphrodite für die Liebe zur Schönheit, Hera für deren Macht. Bei mehr als 20 Einzelbeiträgen liegt es nahe, dass man mit manchen mehr, mit anderen weniger anfangen kann. Auf jeden Fall hat Schönheit viele Aspekte und Facetten, und wer schöne Bilder machen will – oder Bilder von Schönem – sollte wissen, was er oder sie da eigentlich tut. Wobei wir schon mitten drin wären, denn ein schönes Bild ist etwas ganz anderes als das Bild von etwas Schönem, und was der eine schön findet, muss den anderen durchaus nicht erfreuen. Geht es überhaupt ums Erfreuen? Und wie kam die Schönheit in die Welt? Erst durch den angemessenen Blick, und der hängt von vielen ­Bedingungen ab, gesellschaftlichen und kulturellen. Auch wenn wir uns über Schönes oft nicht einig sind, werden wir von sozialen Vorgaben in seiner Wahrnehmung und Wertung geprägt.

mythos schönheitMythos Schönheit. Facetten des Schönen
in Natur, Kunst und Gesellschaft
hrsg. von Gerda Ridler
gebunden, Großformat, 303 Seiten,
Verlag Hatje Cantz
35,00 Euro

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