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Episode 4: Erste selbstgedruckte Bilder

Ein Farbprofil macht aus mattem Proofpapier noch lange kein Fotopapier. Die Ausdrucke zeigen Schwächen in den Tiefen, Details laufen zu, es mangelt an Kontrasten.

Am nächsten Morgen die Bilder der Nacht kritischer beäugt und wieder etwas dazugelernt: Ein Farbprofil macht aus mattem Proofpapier noch lange kein Fotopapier. Die Ausdrucke zeigen Schwächen in den Tiefen, Details laufen zu, es mangelt an Kontrasten. Außerdem fasst sich das Papier dünn und labbrig an. Im digitalen Fotolabor bestenfalls geeignet für Testdrucke. Irgendwie kommt mir das bekannt vor. Auch bei der Arbeit in der Dunkelkammer kam die Ernüchterung immer am folgenden Morgen. Nur waren es da Flusen, Flecken und Chemierückstände, die das Tageslicht dann so gnadenlos zum Vorschein brachte.   
Aber vielleicht lässt sich mit den vielen Quadratmetern ja wenigstens die eine oder andere DOCMA-Ausgabe proofen. Nur wird es dazu unumgänglich sein, mit einer druckvorstufentauglichen Rip-Software zu arbeiten. Ein weiteres großes Abenteuer ? aber nicht jetzt.
Bleiben wir zunächst bei der Fotografie: Der HP-Drucker gilt ja dank seiner drei Grautinten als besonders großartig beim Schwarzweißdruck. Erste Tests haben das bestätigt. Hier bringt auch das bei den bunten Bildern etwas farblose Proofpapier durchaus ansehnliche Ergebnisse. Na ja, zumindest wenn man sie mit denen von der zweiten Rolle mit noch stumpferer Oberfläche vergleicht. Umwerfend plastisch zeigt sich dagegen ein Testdruck auf Leinwand. Die Ergebnisse sind alle so schön neutralgrau, dass es fast schon wieder in den Fingern juckt, mit etwas Tonung einen gezielten Warm- oder Kaltstich hinzuzufügen. Aber bitte ganz subtil. Lightrooms ?Teiltonung?-Funktion eignet sich perfekt dafür und auch im neuen Adobe Camera Raw 4, das in CS3 enthalten sein wird, gibt es ein entsprechendes Feature.

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