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DOCMA Award 2013

Zum ersten Mal in der Geschichte des DOCMA Awards dürfen nicht nur Montagen eingereicht werden. Noch bis zum 24. Februar können die Teilnehmer ihre Bilder hochladen.

Neu bei dem in diesem Jahr zum 10. Mal ausgeschriebenen Wettbewerb ist: Es dürfen nicht nur Montagen eingereicht werden, sondern ebenso unbearbeitete Original-Bilddateien, dezent oder ausgiebig bearbeitete Versionen, Composings, (digital) malerisch/grafisch angelegte Werke oder 3D-Szenen mit Naturthemen. Die Jury wird zunächst nicht wissen, ob und in welchem Umfang ein Bild jeweils bearbeitet, montiert oder generiert ist – es zählt ausschließlich die ästhetische Qualität des Ergebnisses. Erst am Ende wird sich zeigen, ob unverfälschte Naturfotos oder Werke mit digitalen Eingriffen stärker überzeugen konnten.

Bilder im Spannungsfeld zwischen Authentizität und Ästhetik

Jedes Bild befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen (wenigstens) zwei Polen: Authentizität und Ästhetik. Wissen Sie als Betrachter von einem Dokumentarfoto, dass es authentisch ist, sind Sie gerne bereit, ästhetische Abstriche zu machen. Bei einem Kunstwerk hingegen darf der Anspruch an Authentizität in den Hintergrund treten. Beim diesjährigen DOCMA Award geht es um dieses Spannungsfeld. Anders ausgedrückt: Es geht um die Frage, was bei einem Bild mehr zählt. Was unterscheidet – bei einem Werk ohne dokumentarischen Charakter – die Fotografie einer Szene von einer Montage, auf der im Grunde dasselbe zu sehen ist? Zählt nur das sichtbare Ergebnis, unabhängig davon, wie es zustande gekommen ist? Was unterscheidet solche Bilder trotz aller visuellen Ähnlichkeit und konzeptionellen Übereinstimmung voneinander?
Doc Baumann, Herausgeber der DOCMA, schreibt in einem Essay zu diesem Thema (DOCMA – Doc Baumanns Magazin für Bildbearbeitung, Heft 48, Ausgabe 5/12, Seite 11-114), dass es das Wissen um den Entstehungsprozess ist, das den Unterschied ausmacht: Solange Sie nicht wissen, dass das eine Bild ein authentisches Foto ist und das andere nicht, sind beide prinzipiell gleichwertig. Doch sobald Sie erfahren, dass eins dem anderen möglicherweise als Montagevorlage gedient hat, entsteht eine Spannung, auch ästhetischer Natur, weil Sie nun herausfinden möchten, welches der beiden ursprünglich ist und welches sekundär.
Wir gehen wie selbstverständlich davon aus, dass das Aufspüren einer ungewöhnlichen, gar einmaligen Situation in der Realität höherwertig sei als das Montieren separater Elemente zu einem Bild, das eine vergleichbare Situation visualisiert. Unter Aspekten von Authentizität und dokumentarischer Wahrhaftigkeit ist das zweifellos richtig. Aber ein Merkmal künstlerischer Kreativität ist ja gerade die Loslösung vom bloßen naturalistischen Abbilden zugunsten des Sichtbarmachens von Zusammenhängen, wo man zuvor keine gesehen hat. Wobei heutzutage die paradoxe Situation hinzukommt, dass ein digital stark bearbeitetes Foto der unmittelbaren Ansicht einer Szene mehr entsprechen kann als eine schlichte Aufnahme. HDRI-Dateien – berechnet aus unterschiedlich belichteten Fotos dieser Szene – sind dem Kontrastumfang der menschlichen Wahrnehmung wesentlich näher, als Fotos das üblicherweise wiedergeben können.


DOCMA will einen Wettbewerb einmal anders angehen

Ein vor allem für Fotografen interessantes Präsentationsfeld sind Fotowettbewerbe. Allerdings fehlen in den Teilnahmebedingungen auch professioneller Veranstalter allzu oft klare Regelungen hinsichtlich des erlaubten Umfangs digitaler Eingriffe. Eine Jury steht damit vor dem Problem, nicht beurteilen zu können, ob sich die eindrucksvolle Aufnahme eines Ereignisses der Geduld des Fotografen oder der Kompetenz des erfahrenen Bildbearbeiters verdankt. Eine faire Bewertung scheint so kaum noch möglich – jedenfalls bei Wettbewerben, bei denen es ausdrücklich um Fotografie geht. DOCMA will diesmal anders vorgehen. Zu bewerten sind Bilder mit Naturmotiven. Das reicht vom Käfer im Garten über den Fuchs im Wald bis zum Löwen im Zoo oder in seiner afrikanischen Heimat, und umfasst ebenso Landschaften, Wasser, Wolken, Akte … Dabei dürfen zum Wettbewerb 2013 nicht nur Montagen eingereicht werden, sondern ebenso unbearbeitete Original-Bilddateien sowie alle Varianten dazwischen ebenso wie (digitale) malerische oder grafische Werke und/oder 3D-Szenen mit Naturthemen. Das spannende Experiment dabei: Die hochkarätig besetzte Jury weiß zunächst nicht, ob und in welchem Umfang ein Bild jeweils bearbeitet, montiert oder generiert ist. Das wird sich erst am Schluss der Jurierung zeigen.


Hintergrund:                                           
Den DOCMA Award gibt es seit 2003. Er wurde von der Zeitschrift „DOCMA – Doc Baumanns Magazin für Bildbearbeitung“ als jährlicher Wettbewerb im mitteleuropäischen Raum zur Förderung digitaler Bildbearbeitung ins Leben gerufen. Die Zeitschrift wurde von den Photoshop-Experten Doc Baumann und Christoph Künne gegründet. Es erschienen bisher 50 Hefte. Die beim DOCMA Award eingereichten Bilder werden von einer kompetenten Jury in einer zweitägigen Sitzung beurteilt; die besten Bilder werden in DOCMA sowie in einer Ausstellung präsentiert. Die Ausstellung zum DOCMA Award 2013 startet im Rahmen des Fotofestivals „Horizonte Zingst“ im Mai 2013 in Zingst.

Bilder zum Award können unter http://award.docma.info hochgeladen werden. Dort finden sich auch aktuelle Informationen zum Wettbewerb.

Bisherige Award-Themen waren:

  • Bildelement Ei
  • Gefälschte UFO-Fotos
  • Mischwesen
  • Perspektive 2030
  • Großes klein – Kleines groß
  • Gesichtspunkte
  • Digitale Bildfälschungen
  • Digitale Karikaturen
  • Vorsicht: Warnhinweise

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