Workshop: Triptychon
Wer häufig durch Museen oder Ausstellungen streift, dem bleiben sie kaum verborgen: Exponate, bei denen man sich spätestens beim zweiten Hinblicken fragt, wie sie den Weg in eine öffentliche Zurschaustellung gefunden haben. Doch egal an welchem ästhetischen Aspekt des Bildes man etwas auszusetzen hat, irgendetwas unterschiedet es dennoch noch von den eigenen - ebenso mäßigen - Arbeiten. Eine Antwort ist dann schnell gefunden, wenn man inhaltliche Deutungsversuche unterlässt. Der kardinale Unterschied liegt in der Präsentation. Das ist ähnlich wie beim gedruckten Wort. Ein einzeilig geschriebenes Typoskript wirkt weit weniger „wertig“ als ein gedrucktes Buch. Auch wenn das Gleiche drinsteht.
Zur vermeintlichen Aufwertung von Bilden gibt es viele Rezepte. Ein Bild will genauso wie ein Produkt im Schaufenster eines Geschäfts inszeniert sein, um seine volle Wirkung zu entfalten. Dabei helfen erkennbar teure Rahmen, großflächige, das Bild umschmeichelnde Passepartouts oder Eingriffe in die Bildstruktur, wie wir sie Ihnen in dieser Ausgabe unseres Photoshop Einsteigerworkshops vorstellen möchten. Wie bei einem Altarbild teilen wir unser Ursprungsfoto in drei Teile und ziehen diese anschließend ein wenig auseinander. Die Einzelteile werten wir durch einen feine schwarze Ränder auf, der ein wenig an die Optik von Großbildfilmdias erinnern. Gesetzt auf großzügig angelegten weißen Hintergrund und mit vergrößertem Mittelteil haben wir die Wirkung des Bildes maßgeblich verändert.
Allerdings funktioniert das nicht bei jedem Motiv. Mehrteilige Bilder haben schon von Alters her die Aufgabe gehabt, Geschichten zu erzählen. Für die Motivwahl bedeutet das, zumindest ein Sujet zu wählen, das wie unser Übungsbild zumindest über zwei eigenständige Bildkomponenten verfügt.
Hinweis: Dieser Workshop funktioniert mit Photoshop ab Version 5.5. Für größere Bildansichten bitte auf die Bilder klicken.
1. Dreiteilung
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Nach dem Öffnen des Bildes blenden Sie - sofern nicht sichtbar- über das Menü „Ansicht“ die Lineale ein. Ziehen Sie zwei Hilfslinien auf das Bild, die Ihnen das Schneiden in gleichgroße Teile ermöglicht. Dazu klicken Sie in das vertikale Lineal, halten die Maustaste gedrückt, ziehen die erste Linie bis zum ersten Drittel des Bildes und lassen sie anschließend los. Ebenso verfahren Sie beim Anlegen der zweiten Linie.
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Zur Kontrolle der folgenden Aktionen rufen Sie nun im Menü „Fenster“ den Befehl „Ebenen einblenden“ auf. Dann wählen Sie mit dem Auswahlrechteck ganz präzise das erste Bilddrittel aus.
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Im Menü „Bearbeiten“ geben Sie nacheinander die Befehle „Ausschneiden“ und „Einsetzen“. Photoshop hat den ausgewählten Bildteil nun aus der Hintergrundebene entfernt und selbständig auf eiern neuen „Ebene 1“ wieder eingefügt. Allerdings noch nicht an der richtigen Stelle im Bild. Mit dem „Bewegen“-Werkzeug müssen Sie den Stand des Bildelements nachträglich korrigieren. Um nur die waagerechte, nicht jedoch die senkrechte Position zu ändern halten Sie beim Verschieben des Bildteils die „Umschalt“-Taste gedrückt.
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Ebenso wie beim ersten Teil gehen Sie bei den nächsten Bildteilen vor und kopieren sie auf eigene Ebenen.
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Wichtig: Beachten Sie dabei, vor dem Auswählen und Ausschneiden immer wieder die Hintergrundebene durch einen Klick in der Palette zu aktivieren.
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Um eine breiten weißen Rand rund um das Bild zu erhalten, rufen Sie im Menü „Bild“ den Dialog Arbeitsfläche auf und erweitern die Vorlage großzügig aus der Mitte heraus.
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Ziehen Sie dann mit dem „Bewegen“-Werkzeug bei gehaltener „Umschalt“-Taste den rechten und linken Flügel des Bildes ein wenig zur Seite.
2. Randgestaltung
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Zur Anlage einer schmalen, schwarzen Begrenzung für jedes Teilbild erzeugen Sie mittels Klick auf das kleine Abreißblocksymbol am unteren Rand der Ebenenpalette eine leere Ebene.
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Blenden Sie die Hilfslinien im Menü „Ansicht“ aus und ziehen dann Sie mit dem Auswahlrechteck um den mittleren Bildteil eine Auswahl auf, die etwas größer als das Bildsegment selbst angelegt ist. Diese füllen Sie mit Hilfe des Dialogs „Fläche füllen“ aus dem „Bearbeiten“-Menü mit schwarzer Farbe.
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Sie verleihen dem Rand eine etwas haptischere Anmutung, wenn Sie im Menü „Ebene“ unter „Effekte“ die Option „Abgeflachte Kante und Relief“ aufrufen und dort als Stil „Relief“ aktivieren.
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Sie multiplizieren ihren Rand, indem Sie die Ebene in der Palette nacheinander zweimal auf das Abreißblocksymbol ziehen. Anschließend verteilen Sie die neuerzeugten Ebenen per „drag & drop“ unter ihre Bildpendants und verschieben die Inhalte mit dem „Bewegen“-Werkzeug an die richtigen Stellen.
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Um das Mittelbild samt Rahmen zu vergrößern aktivieren Sie die Ebene des mittleren Bildsegments und verknüpfen diese durch Klick mit dem passenden Rahmen. Die Verknüpfung zeigt Ihnen Photoshop durch ein Verkettungssymbol vor der Ebene an. Rufen Sie im Menü „Bearbeiten“ unter „Transformieren“ den Befehl „Skalieren“ auf. Sie sehen danach einen Rahmen der das mittlere Bild umgibt. Ziehen Sie - bei gehaltener „Umschalt“-Taste, damit das Ergebnis proportional skaliert – den oberen und den untern Eckpunkt ein wenig auf. Die Anwendung der Einstellung auf das Bild erfolgt durch einen Druck auf die Eingabetaste Ihrer Tastatur.
















Gruß HS
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