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Workshop: Transformieren



Jede Transformation setzt eine Auswahl voraus. Um ein Bildelement zu verändern, müssen Sie im Vorfeld entscheiden, was mit dem dabei freiwerdenden Raum geschehen kann und soll. Idealerweise arbeiten Sie auf mehreren Ebenen: Eine Ebene mit dem Hintergrund und eine zweite mit dem zu transformierenden Objekt.


Hinweis: Dieser Workshop funktioniert mit Photoshop ab Version 5.5. Für größere Bildansichten bitte auf die Bilder klicken.



1. Skalieren



Skalieren bedeutet, die Größe zu verändern. Sie können ein Bildelement entweder vergrößern oder verkleinern. Dazu klicken Sie auf die Eckanfasser des Transformationsrahmens und ziehen sie zum Vergrößern vom Mittelpunkt weg. Zum Verkleinern schieben Sie sie entgegengesetzt in Richtung des Mittelpunkts. Wenn Sie diese Korrekturen mit gehaltener "Shift"-Taste vornehmen, ändert sich die Größe proportional. Über die vier Seitenanfasser lässt sich das Objekt auch dehnen beziehungsweise stauchen. Hier muss man jedoch sehr vorsichtig zu Werke gehen, wenn die Glaubwürdigkeit der Abbildung nicht beeinträchtigt werden soll.


2. Drehen



Um Objekte zu rotieren, gibt es im Untereintrag "Transformation" des Bearbeiten-Menüs zwei Ansätze. Der einfachste Ansatz besteht darin, eine der drei vordefinierten Drehungen um 90, 180 oder 270 Grad vorzunehmen. Wer eine Rotation dagegen genauer abstimmen möchte, nutzt den manuellen Befehl zum "Drehen". Anschließend verwandelt sich der Mauszeiger in einen gerundeten Doppelpfeil, wenn Sie ihn außerhalb des Transformationsrahmens positionieren und Sie können den Rahmen um seine eigene Mitte rotieren. Bei gehaltner "Shift"-Taste übrigens in 45 Grad Schritten.

Tipp: Optionsleiste

Alle Transformationen können Sie auch über die Ebenenoptionen vornehmen. Im Gegensatz zur manuellen Variante müssen Sie hier jedoch die Transformationswerte als Zahlen über die Tastatur eingeben. Wem das zu abstrakt ist, der kann die jeweils aktivierten Werte in den Eingabefeldern durch Antippen der Pfeiltasten auf der Tastatur verändern.  


3. Neigen



Ein Objekt lässt sich neigen, indem Sie es mit der Maus an einem der Seitenanfasser, also nicht an den Ecken des Transformationsrahmens greifen. Beim Verschieben nimmt der Rahmen die Form eines Parallelogramms an. Inhaltlich kann man diese Neigungsfunktion nutzen, um die Dynamik eines Objekts oder seiner Bewegung zu verstärken. Bei Bedarf können Sie auch einzelne Eckpunkte neigen, allerdings sollten Sie solche Arbeiten besser mit dem "Verzerren"-Werkzeug ausführen.


4. (Perspektivisch) Verzerren



Am flexibelsten einsetzbar ist der Modus "Verzerren". Hier können Sie ein Bild über jede Rahmenecke – relativ unabhängig von den anderen Ecken – dehnen oder stauchen. Das Werkzeug eignet sich recht gut um einige Verzerrungsarten in Weitwinkelobjektiv-Aufnahmen auszugleichen. Die Funktion "Perspektivisch verzerren" dagegen leistet gute Dienste, um gleichförmig stürzende Linien zu korrigieren, wie sie in der Architekturfotografie an der Tagesordnung sind. Dabei wirken immer zwei Anfasser wie ein Paar, das sich aufeinander zu oder voneinander weg bewegt. Bei starken Korrekturen wie hier kommt es natürlich zu erneuten Stauchungen, die ebenfalls wieder ausgeglichen werden sollten.

Profi-Tipp:  Nur einmal verzerren

Wie bei der Vergrößerung wird ein Foto bei jeder Transformation unschärfer. Von daher sollten Sie möglichst alle Transformationen in einem Durchgang anwenden. Zu diesem Zweck erlaubt es Photoshop, während des Transformationsvorgangs beliebig oft das Transformationswerkzeug zu wechseln. So können Sie alle Korrekturen in einem Durchgang vornehmen, statt jede Transformation separat auszuführen.


5. Spiegeln



Gespiegelte Auswahlbereiche setzt man gerne ein, um den Effekt einer Spiegelung in der Objektumgebung zu simulieren. Dazu duplizieren Sie zunächst die Auswahl auf eine neue Ebene. Wählen Sie nun den Spiegelungseffekt aus. "Horizontales Spiegeln" spiegelt an der Y-Achse, wie wenn ein Spiegel neben dem Objekt steht. Beim Befehl "Vertikales Spiegeln" wird das Objekt über die Y-Achse gespiegelt wie wenn es auf einer reflektierenden Fläche steht. Nach der Spiegelung verschieben Sie das Duplikat. Wenn Sie eine Spieglung auf einem reflektierenden Untergrund nachahmen wollen, drehen Sie es zusätzlich um 180 Grad und passen die Übergänge an.

von Christoph Künne
mimi schrieb am 30.11.2007 10:03
Sehr verständlich und kurz erklärt. Sehr hilfreich!
Danke

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