„Tunnel“
Martin Hector stieß zufällig auf den „Tunnel“, als er gerade auf dem Weg zum Training seines Fußballvereins war. Der Fotograf ist 36 Jahre alt und seit 2004 hautberuflich Vater. Nebenberuflich ist er als Fotograf tätig, wobei seine Schwerpunkte auf Kinder- und Hochzeitsfotografie sowie Streetfotos liegen. „Wenn ich auf der Straße fotografiere, bin ich immer mit Musik im Ohr unterwegs.“ Sagt er selbst. „Technik ist mir nicht so wichtig. ich liebe Stimmungen, Linien, Kontraste, monochrome und auch skurrile Bilder.“
„Gleich als ich in den Tunnel betrat packte mich eine Art Faszination. Als mir dann vom anderen Ende ein einzelner Fußgänger entgegenkam, wusste ich, dass ich von dieser Situation ein Foto machen wollte: ich wollte den Fußgänger auf dem Weg ins Licht festhalten. Im Sinne „am Ende des Tunnels ist ein Licht“ habe ich das Bild dann auch bearbeitet.“
Um diese Bildwirkung zu unterstreichen, passte Martin Hector zunächst den Bildausschnitt an, wobei er darauf achtete, den Fußgänger im Goldenen-Schnitt erscheinen zu lassen. „Mit dem Bildbearbeitungsprogramm FotoSuite habe ich anschließend das Bild zu Sepia konvertiert und dann über die Option Farbnuance ändern auf ein mildes Blau geändert. Blau ist nicht nur meine Lieblingsfarbe, sondern passte hier auch ganz prima zur kühlen, düsteren, leicht surrealen Stimmung.“
Anschließend verstärkte der Fotograf die Kontraste, bis ein kräftiges Dunkelblau entstand, Mauer und Fußweg aber noch ausreichend Zeichnung besaßen. Dann setzte er den Parameter Glanzlicht so weit herunter, dass die hellsten Stellen im Tunnel abgedunkelt wurden, womit gleichzeitig das Weiß am Ende des Tunnels stärker betont wurde.
Als Gegengewicht zu den hellen Fluchtlinien im Tunnel wurde nun mittels des Menüs Schatten oben rechts und unten links dunkle Partien erzeugt. „Der 'Müll' im Tunnel und der Gullydeckel wurden bewusst nicht retuschiert, um den 'schwierigen' Weg ins Licht zu verdeutlichen.“ Damit der Fußgänger mehr hervortrat, wurde in dessen Umgebung der Kontrast um eine Stufe erhöht. Zuletzt entfernte Martin Hector noch die störenden Elemente im Weiß am Ende des Tunnels, damit der Fußgänger seinen Weg ins Licht ungehindert fortsetzen kann.




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