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Roboter für Panoramafotos



Foto: www.cs.cmu.edu

Forscher der Carnegie Mellon Universität haben einen Roboter entwickelt, der hochauflösende Panoramafotos mit durchschnittlichen Digitalkameras schießt, berichtet die New York Times. Im Gegensatz zu ähnlichen Geräten, die oft tausende US-Dollar kosten, soll der Roboter bereits für weit weniger als 500 US-Dollar zu haben sein. Ein Roboterarm drückt dabei mehrmals den Auslöser einer Digitalkamera aus jeweils leicht unterschiedlichen Blickwinkeln und schießt Einzelfotos, die anschließend zu einem hochaufgelösten Panoramafoto kombiniert werden. Am Computer kann man später beliebige Details des Fotos vergrößern, indem man auf die jeweilige Stelle im Panorama klickt. Noch in diesem Jahr soll der Panorama-Roboter auf den Markt kommen.

Ein Fotoshooting mit dem GigaPan benötigt nur wenig Vorbereitungszeit. Der Roboteraufsatz wird auf ein handelsübliches Stativ geschraubt, bevor die Kamera befestigt wird. Danach muss man nur noch die gewünschte Breite des Panoramas einstellen. Der Roboter teilt dann selbstständig das Bild in Segmente ein und schießt die Einzelfotos, aus denen später mit spezieller Software das Panorama entsteht. Ein Vorteil des GigaPan ist, dass man kein Weitwinkelobjektiv benötigt und daher ein detailgetreueres Bild erhält. Wenn man in das Bild hineinzoomt, soll man den Ausschnitt genauso sehen, als würde man durch ein Fernglas schauen.

300 Personen haben im vergangenen Jahr den Panorama-Roboter getestet und ihre Fotos in einer Onlinecommunity ausgetauscht. Ein Panoramafoto zeigt beispielsweise die Hanauma Bucht auf Oahu in Hawaii, mit 1.750 Einzelbildern in 25 Zeilen und 70 Spalten. Der Roboter benötigte eineinhalb Stunden für dieses große detailgetreue Panorama. In den GigaPan-Panoramas entdecken die Fotografen sogar oft Details, die sie vor Ort nicht gesehen haben.

Quelle: Pressetext Austria, Kristina Sam

von Johannes Wilwerding

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