Archiv

Neuer Standard für den Objektiv-Anschluss


Micro Four Thirds-System heißt ein neuer Standard für digitale SLR-Kameras, den Olympus und Panasonic angekündigt haben. Die beiden Vertreter des bereits etablierten Four Thirds Standards wollen gemeinsam deutlich leichtere und kleinere DSLR-Kameras und -Objektive entwickeln und gleichzeitig das 4/3-System fortführen. Bemerkenswert ist, dass bei dem angekündigten System der Schwingspiegel wegfällt und durch ein Live-View bzw. digitalen Sucher ersetzt wird. Deshalb handelt es sich genau genommen nicht mehr um digitale Spiegelreflexkameras, sondern eher um eine neue Kameragattung mit Wechselobjektiven.

Micro Four Thirds unterscheidet sich vom bisherigen Four Thirds Standard hauptsächlich durch ein rund 50% kürzeres Auflagemaß (Abstand Bajonett-Sensor), einen um 6 mm kleineren äußeren Bajonettdurchmesser und eine Erweiterung der elektrischen Kontakte zwischen Kamera und Objektiv von 9 auf 11. An der Sensorgröße ändert sich nichts. Das neue System macht wesentlich kleinere Objektivkonstruktionen möglich, vor allem im Weitwinkel- und Superzoom-Bereich. Die größere Zahl von elektrischen Kontakten zwischen Kamera und Objektiv soll neue Funktionen und Ausstattungsmerkmale in naher Zukunft ermöglichen. Mit Hilfe eines Adapters können vorhandene Four Thirds-Objektive an den Gehäusen des neuen Systems verwendet werden.

 

von Johannes Wilwerding
g.weber@koeln.de schrieb am 08.08.2008 09:46
So eine Kamera stelle ich mir dann mit einem lichtstarken Objektiv im Weitwinkel-Bereich (1:2, 17mm) und einem netten Zoom von Weitwinkel bis mildem Tele (12 - 45mm) vor.
Wahrscheinlich wäre das eine tolle "immer dabei"-Kamera mit einem sinnvollen Kompromiss zwischen Bildqualität und zu schleppender Ausrüstung.

Artikel kommentieren


Kommentarfunktion nur für registrierte DOCMAtiker verfügbar.