Archiv

Workshop: Kolorierungstechniken




Im Prinzip eignet sich jedes Farb- und jedes Graustufendbild zur Umfärbung. Beachten Sie jedoch, das generelle Bildkorrekturen wie Kontrastverstärkungen oder Ausfleckarbeiten im Vorfeld stattfinden sollen. Ganz wichtig ist, dass Graustufenbbilder vor der Farbbearbeitung in den RGB-Modus konvertiert werden müssen.


Hinweis: Dieser Workshop funktioniert mit Photoshop ab Version 5.5. Für größere Bildansichten bitte auf die Bilder klicken.



1 Punktuelle Umfärbung durch malen



Die einfachste Form der nachträglichen Umfärbung ist die Maltechnik. Analog zum Verfahren mit Eiweißlasurfarben, mit denen man früher Schwarzweißbilder nachfärbte, tragen Sie hier die Vordergrundfarbe mit dem Pinselwerkzeug auf. Allerdings empfiehlt es sich dabei den Verrechnungsmodus in den Werkzeugeinstellungen von "Normal" auf „Ineinanderkopieren“ oder „Farbe“ zu setzen und gleichzeitig mit reduzierter Deckkraft zu arbeiten. Zur nachträglichen Korrektur bleibt nur, gleich im Anschluss den Befehl „Verblassen Pinsel“ aus dem Bearbeitenmenü aufzurufen.

Profitipp: Pixelschichten

Bessere nachträgliche Korrekturfunktionen bietet der aufwändigere Weg über eine Ebenenkonstruktion. Am einfachsten legen Sie eine neue, leere Ebene und tragen die Farben dort auf. Die Anpassung erfolgt über den Verrechnungsmodus, und die Deckkraftsteuerung bis das Ergebnis zufrieden stellt.


2 Punktuelle Einfärbung mit Einstellungsebenen



Um eine Einstellungsebene nur auf den Teil eines Bildes aufzutragen, braucht man zunächst eine grobe Auswahl des umzufärbenden Bereichs. Diese erstellen Sie wahlweise – und natürlich auch motivabhängig – entweder mit dem Zauberstab, dem Lasso oder mit dem Pinsel im Maskierungsmodus. Anschließend wählen Sie mit der Schaltfläche „Neue Füllebene oder Einstellungsebene erstellen“ am unteren Rand der Ebenenpalette den Ebenentyp „Farbton/Sättigung“. Nach der Farbanpassung mit den Schiebereglern un der Ebenenverrechnung, klicken Sie auf die Ebenenmaske, und malen anschließend die noch zu korrigierenden Bereiche mit dem Pinsel und schwarzer (Effekt löschen) oder weißer (hinzufügen) Malfarbe aus. 


3 Monochrome Tonung



Mit dem Dialog Farbton/Sättigung" als Einstellungsebene können Sie auch sehr leicht monochrome, also einfarbige Tonungen von Schwarzweiß und Farbbildern vornehmen. Aktivieren Sie dazu einfach den Schalter "Färben" im Dialogfeld. Wer es poppig mag, verschiebt nach der Wahl des Farbtons den Sättigungsregler weit nach rechts. Freunde subtiler Tonungen, wie man sie von Fine-Art-Ausdrucken kennt, tragen die Farbe nur mit einer minimalen Sättigung zwischen 10 und 20 Prozent auf.

Tipp: Schwarzweißumrechnung mit Kanalmixer

Wer Farbbilder mit einer einfarbigen Tonung versehen will, sollte die Vorlage vor dem Tonen zunächst im Dialog "Kanalmixer" unter Einsatz des Schalters "Monochrom" in eine kontraststarke Graustufenversion umwandeln. 


4 Verlaufstonung



Eine sehr einfache und dabei oft höchst eindrucksvolle Kolorationsmethode ist die Überlagerung eines Farb- oder Graustufenbildes mit einem Verlauf. Hier bietet sich eine Füllebene vom Typ "Verlauf" als Umsetzungstechnik an. Allerdings müssen Sie dabei in mehreren Schritten arbeiten. Legen Sie zunächst die neue Ebene an und entscheiden sich für einen Verlauf. Dieser überdeckt das Ausgangsbild zunächst. Bestätigen Sie den Dialog und nehmen unmittelbar danach Auftragskorrekturen über den Verechnungsmodus und die Deckkraft vor. im Anschluss können Sie den Verlaufsauftrag nach einem Doppelklick auf die Füllebene unter Sichtkontrolle variieren.


5 Fotofilter



Für künstlich erzeugte Farbstiche, die der Lichtstimmung eines Bildes eine ganz andere Qualität verleihen können, bedienen Sie sich einer Einstellungsebene von Typ "Fotofilter". Hier finden Sie 18 vordefinierte Farbfilter für sehr unterschiedliche Zwecke, deren Auftrag Sie zusätzlich mit dem "Dichte"-Regler fein justieren. Optional können Sie auch eigene Filterfarben definieren. Den realistischsten Eindruck von der Idee dieser Filter bekommen Sie im Verrechnungsmodus "Normal" bei 100 Prozent Deckkraft. Die Filterdichte muss man dagegen von Motiv zu Motiv einstellen. 

von Christoph Künne
andreas_b schrieb am 23.11.2007 20:58
Zu Punkt 2:
Warum denn den Umweg beim punktuellen Umfärben mit den Auswahlen? Man kann doch einfach eine Einstellungsebene erstellen, die Maske invertieren und dann mit einer weißen Pinselspitze den "Farbeffekt" der Einstellungsebene aufmalen.

Artikel kommentieren


Kommentarfunktion nur für registrierte DOCMAtiker verfügbar.