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Farbreduktion



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Reduzierte Farbwelten kennen wir alle aus der Werbung. In der aktuell beliebten Form haben sie meist einen metallisch kühlen Look, aber man kann die Farbverringerung natürlich auch in anderen Anmutungen gestalteten. Beliebt sind pastellige Töne, die sich besonders bei Motiven mit wenig Kontrasten eigenen oder Farbwelten, die wie Handkoloriert erscheinen, weil einige Farbtöne in Grau gehalten werden oder weil die Farbintensitäten von Farbton zu Farbton stark schwanken. Den kühlen Look erreicht recht einfach man durch einen leichten Sättigungsentzug, der sich möglichst nur auf unwesentliche Motivteile beschränkt in Kombination mit einer ebenfalls leichten Farbverschiebung und Abdunklung der besonders intensiven Farben. Als Werkzeuge für solche Eingriffe stehen dem Raw-Fotografen die HSL-Farbregler zur Verfügung, die wir schon im Abschnitt „Farbstiche“ vorgestellt haben. Von den normalen Photoshop-Werkzeugen eignet sich vor allem der Dialog „Farbton/Sättigung“, zumal dann, wenn Sie ihn mit abweichenden Einstellungen auf die sechs ansteuerbaren Grundfarben anwenden. Einen Farbeindruck wie von Eiweislasurfarben, die beim Handkolorieren eingesetzt werden, erhalten Sie im einfachsten Fall, indem Sie die Sättigung aller Farben erheblich reduzieren. Einen ähnlichen Effekte erhalten Sie auch, indem Sie eine Graustufenfassung Ihres Ausgangsbildes als zusätzliche Ebene anlegen und bei dieser dann die Deckkraft verringern.

von Christoph Künne

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